Therapie - Ernährungstherapie - Intensivdiätetik Intensivdiätetik Ernährungshinweise bei allergischen ErkrankungenCharakteristikum allergischer Erkrankungen ist oft die Vielzahl verschiedener Ursachen. Nicht selten reicht "ein Tropfen, um das Faß (der allergischen Reaktion) zum Überlaufen zu bringen." Im Bereich der Nahrungsmittel befinden sich oft Stoffe deren ursächliche Wirkung nicht leicht zu erfassen ist. Wir sprechen dann auch von einer "versteckten (latenten)" Allergie. Gerade hier aber natürlich auch bei der manifesten und eindeutig zuzuordenenden Allergie empfiehlt sich zuallererst ein Basisprogramm. Dieses grundsätzliche Herangehen insbesondere bei deutlicher Symptomatik wie: Allgemein z. B.- Dauermüdigkeit - längerfristig herabgesetzte Leistungsfähigkeit - schwerwiegende Schlafstörungen mit verstärkter Tagesmüdigkeit Hautbeschwerden z.B. - Spannungsgefühl der Haut, fleckige und dünne sowie vorgealterte Haut - Sprödes und glanzloses Haar, vermehrter Haarausfall - Seitliches Einreissen des Nagelbetts, Brüchige Nägel Magen-, Darmbeschwerden z.B. - unregelmäßiger Stuhlgang mit starken Blähungen und "Trommelbauch" - Druck- und Völlegefühl im Magen, Magenbrennen, Durchfall (wässrig), unverdautes im Stuhl - Stuhl meistens hellgelb (zuwenig Gallenfarbstoff) - Ausgesprochene Fettunverträglichkeit |
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Problematisch bei dieser Liste ist, daß außer einer allergischen Neigung auch andere Ursachen als Auslöser bzw. als Mitauslöser in Frage kommen können wie z.B. eine Schilddrüsenunterfunktion bei Jodmangel und/oder (insbesondere bei Frauen) ein (oft versteckter) Eisenmangel. Diese und andere Ursachen können ärztlicherseits ausgeschlossen werden. Bei Erwachsenen empfiehlt es sich sodann ein Basisprogramm durchzuführen: dieses besteht aus dem Weglassen der bekanntesten Allergene mittels einer Austauschtabelle (siehe Dokumentende) bei akuten Störungen (jedoch Vorsicht bei Asthmatikern sowie z.B. bei Insektenstichallergie ist eine besondere ärztliche Therapie erforderlich) wie z.B. verstärkten Verdauungsbeschwerden oder Ekzemneigung empfiehlt es sich Entlastungs- bzw. Fastentage (z.B. Tee-Schleim-Tage) einzuführen, um aktuell eine Beschwerdebesserung zu erreichen bzw. einen sog. Auslaßversuch zu starten: Nach zweitägigem Fasten (z.B Tee-Schleim-Fasten, mit Reisschleim oder Haferschleim natürlich ohne Milch) kann mit einem kontrolliertem Aufbau begonnen werden. Während wiederum jeweils 2 Tagen kann stufenweise jeweils das an Nahrungsmittel hinzugefügt werden, was nach der bisherigen Erfahrung am wahrscheinlichsten keine Allergie auslöst. Aus Erfahrung empfehlen sich Gerichte, die vorallem Kartoffeln und Gemüse (Vorsicht jedoch z.B. bei Karotten und Sellerie, sowie Zucchinis und Auberginen) statt Kartoffeln, die anfangs als Brei, Pellkartoffeln, Bircher-Benner-Kartoffeln im Vordergrund stehen sollten, können dann Mais, Reis oder Hirse verwendet werden. Gekochte Früchte sowie Rahm können dazugenommen werden. Nach etwa 3 bis 4 wöchiger strenger Diät in dieser Form wird jeweils alle v i e r Tage ein neues Lebensmittel dazugenommen und gleichzeitig "getestet". Bei den Nahrungsmitteln stehen Milchprodukte oft an erster Stelle bei der Allergie-Auslösung. Deswegen empfiehlt es sich sich ein paar Austauschmöglichkeiten zu merken: Milch: -
Rahm und Wasser im Verhältnis 1:4 gemischt, evtl. zum
Eindicken Mandelmus zuzufügen Käse: -
Tofu, in Würfel geschnitten un in Olivern- oder
Sonnenblumenöl mit wenig Essig, Salz, Knoblauch,
Pfefferkörnern und Kräutern, je nach Geschmack,
einlegen Eier: -
Pro Ei 50 g Tofu püriert - Maisstärkemehl: pro 100
ml Flüssigkeit ein Teelöffel Butter: -
Öle (nicht kaltgepresst) zum Braten, Backen, Kochen Fleisch: -
Tofu kann nahezu universell (z.B. mit Reis für Bratlinge)
eingesetzt werden. Vorsicht: Viele Tofu -Fertigprodukte enthalten
Milcheiweiß Vorsicht es gibt auch Menschen mit einer Soja-Allergie - Seitan (Getreideprodukt aus dem naturliche Gluteneiweiß des Weizenkorns): für Ragout und Geschnetzeltes geeignet. Nicht bei Weizenallergie verwenden. Mayonnaise: - Mandelmus (1 EL auf 1 EL Wasser) wenig Salz, evtl. etwas Senf und einige Tropfen Zitronensaft dazugeben kaltgeschlagenes Öl (kein Sonnenblumen- oder Olivenöl, wird beim Schlagen bitter) einrühren Hinweis: Viele Tips wurden dem hervorragenden "Allergie Kochbuch" von Jacqueline Fessel, Margrit Sulzberger und Bé Mäder,erschienen im AT Verlag Aarau/Schweiz entnommen. In diesem Buch finden Sie auch viele abwechslungsreiche Rezepte. |
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