
Bitte lesen Sie auch den Hinweis zur Selbstmedikation.
Schnupfen, Halsweh, Erkältung
Magen-Darm-Erkrankungen
Typische Kinderkrankheiten
1. Infekt-Tee- Eukalyptus, Thymian, Isländisch
Moos, Zinnkraut
- zu gleichen Teilen mischen
- Minutenüberbrühung (3 Minuten ziehen lassen)
2. Eukalyptus-Inhaliertee
- aus getrockneten Eukalyptusblättern
- 4 Eßöffel auf 1 Liter kochendes Wasser
- 3 Minuten ziehen lassen
- inhalieren
3. Majoransalbe
bei festsitzendem Nasenschleim und Stockschnupfen:
- 5 g Majoranfrischpreßsaft mit 30 g ungesalzener
Butter.
4. Schwitztee
- Lindenblüten, Hollunderblüten,
Wollkrautblüten
- zu gleichen Teilen mischen
- 3 Minuten ziehen lassen
5. Bronchialtee
- akut: Huflattich, Thymian, Eukalyptus, Alantwurzel zu gleichen Teilen
- chronisch: Seifenkraut, Salbei, Isländisch Moos, Zinnkraut
zu gleichen Teilen (3 Minuten ziehen lassen)
6. Homöopathische Erkältungsmittel
- Aconitum D6 - Belladonna D6 oder D12
- Ferrum phosphoricum D6 oder D12 siehe bei „Fiebermittel"
- Gelsemium D6
- Eupatorium D6
- Camphora D2 oder Urtinktur:
beginnende Grippe
- Sambucus nigra D6:
Säuglingsschnupfen
- Allium cepa D6:
Fließschnupfen und Augentränen
- Euphorbium oder Rhinomer:
Nasentropfen
- Aconitum Ohrentropfen
7. Homöopathische Hustenmittel
- Spongia D2:
Reizhusten
- Drosera D6:
krampfhafter, tief oder hohl klingender
Reizhusten, anfallsartig, Kitzeln in der Luftröhre,
nachts schlimmer
- Bryonia D6:
akute Bronchitis, Schmerz in der Brust
- Ipecacuanha D6 :
krampfartig, erschöpfender Husten mit
Erbrechen, schlimmer im Liegen, frühmorgens reichlich
dicker gelber oder gelbgr&uuuml;ner Schleim, über
Geschmack, frische Luft bessert Dosierung wie bei
Fiebermitteln.
Als Phytotherapeutikum ergänzend: Prospan Saft, Zäpfchen (zur Nacht!) oder Tropfen.
(siehe auch: Magen-Darm-Beschwerden)
1. Magenwohl-Tee
Kamille, Pfefferminze, Anserine (Gänsefingerkraut), Melisse
- Zu gleichen Teilen mischen
- 1 Eßlöffel auf 1 Liter Wasser
- 3 Minuten ziehen lassen
Bei Allergikern und allergisch veranlagten Patienten Vorsicht
mit Kamille und Pfefferminze!
2. Krampflösender
Tee:
Gänsefingerkraut, Schafgarbe, Kamille
- herstellen wie oben
Gut einsetzbar bei Nabekoliken und anderen Krampfzuständen der
Verdauungsorgane.
3. Homöopathische Magen-Darm-Mittel:
- Pulsatilla D6
und
- Ferrum phosphoricum: bei fieberhaften Magen-Darm-Infekten
- Ipecacuanha D6:
Erbrechen
- Nux vomica D6:
Übelkeit, Erbrechen, Blähungen
- Cuprum metallicum D6:
Krämpfe
-
Chamomilla D12:
Bauchschmerzen und Zahnungsbeschwerden
-
Okoubaka D6:
Durchfall Zusätzlich bewährt Perenterol bei Durchfall
Hauptkräuter:
Goldrute
Bärentraubenblätter
Bruchkraut
Berberitze
1.
Vier-Wässer-Tee:
Liebstöckel, Wacholder, Goldrute, Zinnkraut n zu gleichen
Teilen mischen
- 1 Eßlöffel auf 1 Liter kochendes Wasser
- bei hartnäckigen und rezidivierenden Entzündungen
- äußerlich zusätzlich Anwendungen von
Zinnkraut als Sitz- oder Dampfbad.
2. homöopathische Blasen-Nieren-Mittel:
-
Solidago D2
- Belladonna D6 oder D12
- Apis D6 - Dulcamara D6
- Cantharis D6
- Umckaloabo
Bei Blasenentzündungen viel trinken und Unterleib warmhalten.
(trozt z.T. harmlosem Verlauf nicht zur Selbstbehandlung geeignet!)
1. Dreitagefieber
- Häufigste, mit Ausschlag verbundene Kinderkrankheit in den
ersten Lebensjahren
- Harmlose Viruserkrankung - Inkubationszeit 3 - 7 Tag. - Verlauf:
Fieber um 40 Grad Celsius für 3 - 4 Tage ohne andere Symptome,
dann plötzlich Fieberabfall und innerhalb weniger Stunden
Entwicklung eines masern- oder rötelähnlichen
Ausschlags.
- Therapie: - symptomatisch,
- je nach Fieber entsprechende Fiebermittel,
- Wadenwickel
2. Röteln
- harmlose Kinderkrankheit
- gefährlich für schwangere Frauen in den ersten drei
Monaten (Rötelnembryopathie), deshalb Impfung für
Mädchen mit 12 Jahren bei fehlendem Titer.
- Inkubationszeit 2 - 3 Wochen
- Verlauf: beginnt mit Exanthem (zuerst hinter den Ohren und
im Gesicht, dann Ausbreitung über den ganzen Körper).
Flecken sind blaßrot, mittelgroß, etwas erhaben,
verschmelzen nicht.
- Therapie: symptomatisch,
lebenslange Immunität
3. Masern
- Viruserkrankung, die durch Husten, Sprechen und Niesen
übertragen wird.
- Inkubationszeit 10 Tage.
- Vorläuferstadium (Prodromalstadium):
hohes Fieber, Husten, Schnupfen, Bindehautentzündung,
kopliksche Flecken (weiße Flecken auf der Wangenschleimhaut).
- Verlauf:
Fieberabfall für 24 Stunden, dann Fieberanstieg mit Ausschlag,
hinter den Ohren beginnend, zunächst kleine hellrote Flecken,
später dunkelrot-bräunlich-bläulich
zusammenfließend.
- Ansteckungsgefahr ab Prodromalstadium bis 3 Tage nach Ausbruch
des Ausschlags.
- Therapie:
abgedunkeltes Zimmer und angefeuchtete Luft, je nach Symptomatik
homöopathische Mittel:
Aconitum, Belladonna, Pulsatilla, Ferrum phosphoricum, Bryonia,
Euphrasia, Sticta pulmonaria, Eupatorium, Sulfur (wenn Ausschlag nicht
herauskommt).
- Komplikationen:
Masern-Krupp, Lungenentzündung, Mittelohrentzündung,
Hirnhautentzündung (Meningitis),
hier ist eine Therapie mit Antibiotika erforderlich
- wichtig:
Ausschlag muß herauskommen, wenn nicht, dann Abwaschung mit
lauwarmem Salzwasser in warmem Zimmer.
4. Mumps
- Viruserkrankung, sehr ansteckend
- Befall der Ohrspeicheldrüse, manchmal auch der
Bauchspeicheldrüse
- Inkubationszeit 2 - 3 Wochen
- Vorläuferstadium: Mattigkeit, Kopf-, Hals- und
Ohrenschmerzen.
- Symptome: ein- oder doppelseitige Schwellung der
Ohrspeicheldrüse, Schmerzen beim Schlucken und Kauen oft hohes
Fieber für 3 - 5 Tage, Ansteckungsgefahr bis zur
Rückbildung der Schwellung (ca. 1 Woche), lebenslange
Immunität.
-
Therapie:
warme Umschläge (je nach Verträglichkeit auch
kühl) mit Quark und Enelbin Paste, Mundspülungen mit
Salbei oder Kamillentee - Homöopathische
Mittel:
Belladonna,
Pulsatilla, Mercurius solubilis (Mundgeruch,
Speichelfluß), Barium carbonicum.
-
Komplikationen:
Hodenschwellung (vor allem in und vor der Pubertät),
Bauchspreicheldrüdsenentzündung, Hirnhautentzündung
(meistens komplikationsarm).
5. Windpocken:
- Viruserkrankung (Herpes zoster Virus) - Tröpfcheninfektion -
Inkubationszeit 2 - 3 Wochen
- Verlauf: meist ohne Fieber, Ausschlag wie Sternkarte, kleine blaßrote Flecken, dann Bläschen, Krusten, oft auch Schleimhaut betroffen, Ansteckungsgefahr bis letzte Kruste abgefallen ist, Haut hinterher oft wochenlang gefleckt.
- Juckreizstillendes Puder oder Salbe (Wecesin Puder, Halicar Salbe).
-
Homöopathische Therapie bei hohem Fieber:
Ferrum phosphoricum D6 oder Belladonna Apis mellifica bei
Juckreiz Antimon crudum
6. Scharlach:
- Bakterielle Erkrankung
- Streptokokken A, die von Viren verändert werden
- dadurch Giftausscheidung: Scharlach-Toxin.
- Inkubationszeit 3 - 5 Tage.
- Symptome:
fängt explosiv an hohes Fieber mit Zeichen einer Angina,
Rachen hellrot, Zunge zunächst weiß belegt,
dann „Himbeerzunge", 2 Tage nach Beginn
stecknadelkopfgroßer Ausschlag, Munddreieck und Leistenregion
bleiben frei, nach 6 - 8 Tagen blaßt Ausschlag ab.
-Therapie:
Schulmedizinisch
muss mit Penicillin oder Erythromycin gegeben
werden.
Homöopathisch
(unter regelmäßiger Herz- und
Nieren-Kontrolle) zusätzlich mit Apis D4
oder D6 anfangs stündlich, dann zweiündlich usw. je
nach Verlauf
-Komplikationen:
Nierenentzündung, Herzentzündung, Gelenkrheuma
7. Keuchhusten:
- Symptome: typische Hustenanfälle - ziehender
Husten, Atemnot, Erbrechen, roter oder blauer Kopf
bei Hustenanfall.
- Therapie: Belladonna,Drosera
(nächtliche Hustenanfälle), Cuprum metallicum (blaues
Gesicht), Coccus cacti (dicker, glasiger, zäher Schleim),
0,4%ige Kupfersalbe von Weleda, Prophylaxe in der Inkubationszeit mit
Drosera D6 Tabl. 3x1
8. Pfeiffersches
Drüsenfieber
- Ansteckende Viruserkrankung, die zu Lymphknotenschwellung am ganzen
Körper führt
- Inkubationszeit 1 - 3 Wochen
- Symptome: Angina und
Lymphknotenschwellung, evtl. Bauchspeicheldrüsen-, Leber- und
Milzentzündung, mittleres bis hohes Fieber,schleppende
Rückbildung der Krankheitszeichen
- Therapie: Symptomatisch
9. Diphterie:
- nur noch selten auftretend, da Impfung in den ersten Lebensmonaten, -
lebensgefährlich durch Halsschwellung und Toxine, die Herz und
Kreislauf schädigen.
Stand
09.12.2011 webmaster
Dr.
med Peter Kienzle, Facharzt für Allgemeinmedizin - Akupunktur, Homöopathie,
Naturheilverfahren, Sportmedizin, Am Tannenhof 2, D-78464 Konstanz,
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