Homöopathie - Kinderkrankheiten, Infekte und Reisekrankheiten - Gesundheit, Krankheit, Heilung Gesundheit - Krankheit - HeilungSanchez Ortega*, der sich mit den grundlegenden Werken Hahnemanns insbesondere mit dessen Miasmenlehre (Lehre von den chronischen Krankheiten) beschäftigte, spricht von der Beschaffenheit der Krankheit als zwangsläufigen Teil der vielfachen Ausdrucksmöglichkeiten des menschlichen Wesens als lebende Einheit von größter Komplexität. Krankheit stellt demnach eine viel intensivere (wenn auch gestörte) Zustandsform dar als der Zustand der Gesundheit und des Gleichgewichts. Infektionskrankheiten z. B. stellen eine (akute) Trainingsmöglichkeit unseres Immunsystems dar; die heute weit verbreiteten Allergien werden durch natürlich durchgemachte und nicht unterdrückte Infekte in der Entstehung gebremst. Naturheilkunde ist Erfahrungsheilkunde. Erfahrungsheilkunde behandelt den gesamten Menschen nicht nur ein Symptom. Eine naturgemäße Behandlung soll die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren helfen. Wurden Krankheiten und insbesondere das Immunsystem z. B. durch unsachgemäße Antibiotikabehandlung und unnötige fiebersenkende chemische Mittel unterdrückt, können bei der Therapieumstellung manchmal zunächst Fieber, aber auch Kopfschmerzen sowie Verdauungstörungen auftreten. Um diese Umstimmungsreaktion sinnvoll zu unterstützen wird empfohlen eine - vollwertige Ernährung, im Bedarfsfall jedoch auch eine Nahrungskarenz (z.B. Tee-Schleim-Tag), - eine Symbioselenkung mit Wiederaufbau der gestörten Darmflora sowie eine - Ordnungstherapie als Kern der Naturheilweisen durchzuführen. |
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Ordnungstherapie berücksichtigt insbesondere neben dem
Einhalten der natürlichen Biorhythmen wie z.B. den Tag- und
Nachtrhythmus den Humoralbegriff, welcher versucht den ganzheitlichen
Ansatz eines Krankheitsgeschehens in das Blickfeld einer
Behandlungsstrategie zu stellen.
Keine Selbstbehandlung darf durchgeführt werden wenn -
das Kind jünger als 6 Monate ist Prinzipiell Befindensstörungen und Krankheitssymptomschilderungen der Kinder immer ernst nehmen, niemals Beschwerden als Simulantentum, Drückebergerei oder Psycho-Symptomatik abtun! Ergänzend zur homöopathischen Behandlung gilt bei Fieber folgende Basistherapie: Fiebermessung: - nach dem Aufwachen - mittags - gegen 18 Uhr Rektale und orale Messung: Fieber im Mund (oral) oder im After (rektal) messen Normale Temperatur zwischen 36,5 und 37,2 Grad Celsius Erhöhte Temperatur zwischen 37,2 und 37,9 Grad Celsius Fieber ab 37,9 Grad Celsius Während des Fiebers frösteln Kinder häufig - dann warm anziehen oder zudecken, wenn der Wunsch danach besteht. Beim anschließenden Schwitzen je nach Wunsch des Patienten zudecken oder aufdecken. Ernährung: Bei Appetitlosigkeit Kind nie zum Essen zwingen. Bei Fieber schwerverdauliche Speisen wie Fett und Eiweiß möglichst meiden. Vollwertige kohlenhydrathaltige Lebensmittel insbesondere Obst (Bananen), Kompott, Schleime und Breie (Haferschleim) sowie selbstgemachte Gemüsebrühe (mit Kartoffeln) decken den kurzfristigen Bedarf voll. Trinken: Wichtig ist viel trinken, da im Fieber ein erhöhter Flüssigkeitsbedarf besteht. Am besten sind ungezuckerte Kräutertees, Fruchtsäfte, jedoch auch alle anderen vom Kind gewünschten Getränke. Fiebersenkende Maßnahmen: (Waden)wickel: n u r, wenn Füße und Unterschenkel nicht kalt sind! Zwei Frottiertücher in zimmerwarmes nicht eiskaltes Wasser tauchen, um die Unterschenkel wickeln und ein trockenes Handtuch darüberwickeln. Nach ca. 15 Minuten ist der Wickel warm, dann erneuern. Über eine Stunde lang durchführen. Bei sehr hohem Fieber und bei Verträglichkeit kann der Wickel auch die Oberschenkel miteinschließen. Einlauf: Ein Ohrbällchen mit lauwarmem Kamillentee füllen. 1 - 2 Füllungen durch den After in den Darm einfüllen. Vaseline-Salbe zum Einführen benutzen. Die Temperatur fällt um 0,5 Grad Celsius. Flüssigkeit wird zugeführt. Fieberzäpfchen: - Wenn Fieberkrämpfe bekannt sind - Wenn das Fieber über 40 Grad geht und das Kind sich mit homöopathischen Mittel nicht besser fühlt - Am besten sind Monopräparate wie Paracetamol (z.B. Ben-u-ron). *)Sanchez Ortega,"Anmerkungen zu den Miasmen oder chronischen Krankheiten im Sinne Hahnemanns", Haug Verlag, Heidelberg |