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Homöopathie - Kinderkrankheiten, Infekte und Reisekrankheiten - Gesundheit, Krankheit, Heilung

Gesundheit - Krankheit - Heilung

Sanchez Ortega*, der sich mit den grundlegenden Werken Hahnemanns  insbesondere mit dessen Miasmenlehre (Lehre von den chronischen Krankheiten) beschäftigte, spricht von der Beschaffenheit der Krankheit als zwangsläufigen Teil der vielfachen Ausdrucksmöglichkeiten des menschlichen Wesens als lebende Einheit von größter Komplexität. 

Krankheit stellt demnach eine viel intensivere (wenn auch gestörte) Zustandsform dar als der Zustand der Gesundheit und des Gleichgewichts. Infektionskrankheiten z. B. stellen  eine (akute) Trainingsmöglichkeit unseres Immunsystems dar; die heute weit verbreiteten Allergien werden durch natürlich durchgemachte und nicht unterdrückte Infekte in der Entstehung gebremst.

Naturheilkunde ist Erfahrungsheilkunde. Erfahrungsheilkunde behandelt den gesamten Menschen nicht nur ein Symptom. Eine naturgemäße Behandlung soll die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren helfen. Wurden Krankheiten und insbesondere das Immunsystem z. B. durch unsachgemäße Antibiotikabehandlung und unnötige fiebersenkende chemische Mittel unterdrückt, können bei der Therapieumstellung manchmal zunächst Fieber, aber auch Kopfschmerzen sowie Verdauungstörungen auftreten. 

Um diese Umstimmungsreaktion sinnvoll zu unterstützen wird empfohlen eine - vollwertige Ernährung, im Bedarfsfall jedoch auch eine Nahrungskarenz (z.B. Tee-Schleim-Tag), - eine Symbioselenkung mit Wiederaufbau der gestörten Darmflora sowie eine - Ordnungstherapie als Kern der Naturheilweisen durchzuführen.      


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Stand 11.03.2007 webmaster
Dr. med Peter Kienzle, Facharzt für Allgemeinmedizin - Akupunktur, Homöopathie, Naturheilverfahren, Sportmedizin, Am Tannenhof 2, D-78464 Konstanz, Tel. +49 (0)7531 56789, Fax: +49 (0)7531 958813. www.drkienzle.de
Die Ordnungstherapie berücksichtigt insbesondere neben dem Einhalten der natürlichen Biorhythmen wie z.B. den Tag- und Nachtrhythmus den Humoralbegriff, welcher versucht den ganzheitlichen Ansatz eines Krankheitsgeschehens in das Blickfeld einer Behandlungsstrategie zu stellen.      

Keine Selbstbehandlung darf durchgeführt werden wenn

- das Kind jünger als 6 Monate ist
- Bauchschmerzen länger als 2 Stunden anhalten oder kolikartig wiederkehren
- das Kind vor Schmerzen schreit
- das Kind Essen und  Trinken anhaltend und rigoros verweigert
- starker Durchfall und heftiges Erbrechen eintreten (je jünger das Kind um so eher besteht die  Gefahr einer lebensgefährlichen Austrocknung)
- starke Kopfschmerzen mit Nackensteifigkeit bestehen (Hirnhautentzündung)
- Husten mit Atembeschwerden (Keuchen, Pfeifen, Einziehen des Brustkorb) sowie ein trockener abgehackter schmerzender Husten besteht
- krampfartige Zuckungen z.B. bei Fieber (Fieberkrämpfe) auftreten
- Gelenkschwellungen mit Fieber auftreten
- Fieber länger als 3 Tage anhält  

Prinzipiell Befindensstörungen und Krankheitssymptomschilderungen der Kinder immer ernst nehmen, niemals Beschwerden als Simulantentum, Drückebergerei oder Psycho-Symptomatik abtun!    

Ergänzend zur homöopathischen Behandlung gilt bei Fieber folgende Basistherapie:  Fiebermessung:

- nach dem Aufwachen

- mittags - gegen 18 Uhr  Rektale und orale Messung:  Fieber im Mund (oral) oder im After (rektal) messen  Normale Temperatur zwischen 36,5 und 37,2 Grad Celsius  Erhöhte Temperatur zwischen 37,2 und 37,9 Grad Celsius  Fieber ab 37,9 Grad Celsius  Während des Fiebers frösteln Kinder häufig

- dann warm anziehen oder zudecken, wenn der Wunsch danach besteht. Beim anschließenden Schwitzen je nach Wunsch des Patienten zudecken oder aufdecken.  Ernährung:  Bei Appetitlosigkeit Kind nie zum Essen zwingen. Bei Fieber schwerverdauliche Speisen wie Fett und Eiweiß möglichst meiden. Vollwertige kohlenhydrathaltige Lebensmittel insbesondere Obst (Bananen), Kompott, Schleime und Breie (Haferschleim) sowie selbstgemachte Gemüsebrühe (mit Kartoffeln) decken den kurzfristigen Bedarf voll.          

Trinken:  Wichtig ist viel trinken, da im Fieber ein erhöhter Flüssigkeitsbedarf besteht. Am besten sind ungezuckerte Kräutertees, Fruchtsäfte, jedoch auch alle anderen vom Kind gewünschten Getränke.  Fiebersenkende Maßnahmen:  (Waden)wickel:  n u r, wenn Füße und Unterschenkel nicht kalt sind!  Zwei Frottiertücher in zimmerwarmes nicht eiskaltes Wasser tauchen, um die Unterschenkel wickeln und ein trockenes Handtuch darüberwickeln. Nach ca. 15 Minuten ist der Wickel warm, dann erneuern. Über eine Stunde lang durchführen. Bei sehr hohem Fieber und bei Verträglichkeit kann der Wickel auch die Oberschenkel miteinschließen.  Einlauf:  Ein Ohrbällchen mit lauwarmem Kamillentee füllen. 1 - 2 Füllungen durch den After in den Darm einfüllen. Vaseline-Salbe zum Einführen benutzen. Die Temperatur fällt um 0,5 Grad Celsius. Flüssigkeit wird zugeführt.  Fieberzäpfchen: - Wenn Fieberkrämpfe bekannt sind - Wenn das Fieber über 40 Grad geht und das Kind sich mit homöopathischen Mittel nicht besser fühlt - Am besten sind Monopräparate wie Paracetamol (z.B. Ben-u-ron).

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*)Sanchez Ortega,"Anmerkungen zu den Miasmen oder chronischen Krankheiten im Sinne Hahnemanns", Haug Verlag, Heidelberg