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Homöopathie - Kinderkrankheiten, Infekte und Reisekrankheiten - Fiebermittel

Die wichtigsten homöopathischen Fiebermittel

Aconitum (Sturmhut):
Fieber durch kalte Luft (Nordwind, Zugluft) Fieber durch Schreck, Ärger, Angst Fängt plötzlich, heftig stürmisch an. Meist abends ab 19 Uhr. Haut ist  blass, trocken, heiss, ohne Schweiß. Reichlich Durst, Angst.

Belladonna: Fieber durch Sonne, Schwitzen, Unterkühlung, Aufregung, Anstrengung.
Symptome:
- Fängt plötzlich, heftig an, beginnt morgens 
- Kopf ist heiss und rot,  Füße und Hände sind kalt, dampfender Schweiß, wenig Durst
- Verschlimmerung durch Licht, Sonne, Berührung, Bewegung und Hinlegen
- Delirium (Fieberphantasie)

Ferrum phosphoricum: Bei Fieber durch bakterielle Infektionen. Mittel der Wahl bei Ohrenschmerzen.
Symptome:
- Fieber fängt plötzlich an
- Beginnt am frühen Nachmittag oder nachts zwischen 4.00 Uhr und 6.00 Uhr
- Haut ist trocken und heiß, Frösteln, Kopf ist klar
- Anfangs reichlich Durst, bei Hitze abnehmend
- Man sieht dem Kind das Fieber nicht an, es sitzt im Zimmer und spielt,   will sich aber nicht bewegen
- Schlimmer durch Berührung und Bewegung
- Reizbarkeit            


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Stand 01.04.2007 webmaster
Dr. med Peter Kienzle, Facharzt für Allgemeinmedizin - Akupunktur, Homöopathie, Naturheilverfahren, Sportmedizin, Am Tannenhof 2, D-78464 Konstanz, Tel. +49 (0)7531 56789, Fax: +49 (0)7531 958813. www.drkienzle.de

Gelsemium
Bei Fieber durch Unterkühlung (Reaktion oft erst Tage danach). Das Fieber steigt langsam bis max. 38 Grad Celsius, ist mild und dauert 3 - 8 Tage. Höhepunkt zwischen 16.00 und 17.00 Uhr. Symptome:
- Kopfschmerz („Kopfgrippe")
- dumpfes Gefühl
- Frösteln
- Fehlender Durst
- Starke Müdigkeit mit Teilnahmslosigkeit und Zittern

Eupatorium
Bei Fieber durch Kälte Periodisches Auftreten, mildes Fieber dauert 3 - 7 Tage. Höhepunkt zwischen 7.00 und 9.00 Uhr morgens.
Symptome:
- Typisches Grippegefühl, Muskel- und Knochenschmerzen   (Zerschlagenheitsgefühl, wie zerbrochen im ganzen Körper -   tiefgreifender, heftiger Schmerz, als ob er im Knochen säße).
- Starker Kurst auf kaltes Wasser.
- Verschlimmerung durch Kleiderdruck.
- Nasennebenhöhlen und Bronchien sind mitbetroffen.

Pulsatilla
Das Kind ist sehr weinerlich, will, daß die Mutter immer dableibt. Es stöhnt und wimmert, will nicht reden.
Symptome:
- Schnell wechselnder Zustand - einmal weinerlich, einmal teilnahmslos.
- Durstlos auch im Hitzestadium.
- Kann keine äußere Wärme, kein Zudecken vertragen.
- Leckt sich häufig die Lippen.
- Angeschwollene Venen.

Homöopathisches (Komplex) Fieberzäpfchen: Viburcol, welches sehr bewährt ist.

Dosierung der o.g. Fiebermittel und Homöopathischen Mittel
D6 - D12 Akutdosierung
In der homöopathischen Hausapotheke ist es ausreichend die Mittel in D6 oder D12 vorrätig zu haben.

Bei Hochpotenzen ab D 30 oder C 30 muß die Mittelwahl genau stimmen! D6 oder D12 anfangs stündlich später bei Abklingen der Symptome in längeren Zeitabständen 5 Globuli oder 1 Tablette lutschen oder 5 Tropfen in Wasser aufgelöst  geben.
Wegen des relativ hohen Alkoholgehaltes Tropfen Kindern nicht pur geben, sondern 5 Tropfen in eine Tasse lauwarmes Wasser (Alkohol verfliegt) und von dieser Mischung jeweils ein Teelöffel geben.
Bei Besserung seltenere Gaben Wenn die Symptome besser werden, homöopathische Mittel seltener geben, d.h., dann in 2-3 stündlichem Abstand.
Ab dem zweiten Tag nur noch 3 x tgl. geben, wenn das gleiche Mittel noch paßt. Öfter muß u. U. während einer Krankheit je nach Symptomatik und Verlauf das homöopathische Mittel auch gewechselt werden.

Vorsicht mit Hochpotenzen!
Hochpotenzen können, wenn Sie zu oft genommen werden, zur Verschlimmerung der Symptome führen! (sog. Arzneimittelprüfung). Dies hängt mit der Wirkweise der homöopathischen Mittel zusammen. Homöopathie heilt mit „Ähnlichem", d.h. nimmt ein Gesunder ein bestimmtes homöopathisches Mittel, so bekommt er Symptome der Krankheit, die mit dem entsprechen Mittel erfolgreich geheilt werden können.  

Potenzieren
Durch die besondere Herstellung der homöopathischen Mittel, das Potenzieren (Kraftentfaltung), gewinnt die Arznei ihre spezifische Wirkung.
Beim Potenzieren wird 1 Tropfen der Urtinktur (sie kann aus dem Mineral, dem Pflanzen- und dem Tierreich stammen oder von chemischen Stoffen oder Bakterien, Viren und Pilzen) mit 9 Tropfen Alkohol gemischt und verschüttelt. .Dadurch entsteht die Potenzierungsstufe D1. 1 Tropfen D1 mit 9 Tropfen Alkohol gemischt und 10 mal verschüttelt ergibt D2, usw. „D" hinter dem Arzneinamen steht für die Verdünnung 1:10, die Potenzbezeichnung „C" steht für die Verdünnung 1:100, „LM"- oder „Q"-Potenzen werden im Verhältnis 1:50.000 verdünnt. 

Energieübertragung
Durch den Potenzierungsvorgang, verdünnen und verschütteln, werden energetische Informationen, in die Trägersubstanz wie Alkohol, Wasser u.a, übertragen. Diese Informationen gehen über die rein stofflichen, chemisch und physikalisch mit den heutigen Verfahren nachweisbaren Substanzen hinaus. Frequenzmodelle, die auf körpereigene Schwingungen Einfluß haben werden diskutiert.    

Konstitutionstherapie
Man unterscheidet die Therapie von akuten Erkrankungen von der sogenannten „Konstitutionstherapie" mit homöopathischen Mitteln (hier meist Hochpotenzen), bei der ererbte oder erworbene Krankheitsneigung oder Organschwächen als genetische Defekte  therapiert werden können (siehe auch Miasmenlehre). 

Bei der Anwendug homöopathischer Mittel sollen gleichzeitig keine menthol- oder kampferhaltigen Salben zum Einreiben von Brust und Rücken benutzt werden. Dadurch kann die Wirkung von homöopathischen Mitteln blockiert werden. Homöopathische Mittel sollen in der Regel vor dem Essen eingenommen werden. Da die Mittel über die Mundschleimhaut aufgenommen werden soll dies auch nicht nach dem Zähneputzen geschehen. Homöopathische Mittel sollen auf Plastiklöffel oder Holzlöffel verabreicht werden, nicht mit einem Metall-Löffel.

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